Exklusives Boutique-Hotel auf Hoher See
Die kleine, feine Tochter von Royal Caribbean wurde neu aufgestellt
Azamara Cruises, 2007 als Tochter der zweitgrößten Kreuzfahrtreederei der Welt, Royal Caribbean, gegründet, steht seitdem für die etwas andere Seereise mit gediegener und sehr persönlicher Atmosphäre. 2010 hat man die Schiffe umgebaut und sich darüber hinaus ein neues Image verpasst. Wie dies aussieht, was das Unternehmen vom Mitbewerb unterscheidet, wie die Routen aussehen und was für die Zukunft geplant ist, all dies konnte T.A.I. bei einem Exklusivgespräch mit Edie Bornstein, Vize-Präsidentin Sales & Marketing von Azamara Cruises in Zürich, anlässlich ihrer Info-Tour für den deutschsprachigen Markt, in Erfahrung bringen.
Im vorigen Jahr verpasste sich das Unternehmen ein Rebranding, nachdem die beiden Schiffe der Flotte mit größeren Investitionen – Azamara Quest (75 Mio. Euro) und Azamara Journey (85 Mio. Euro) – modernisiert und auf einen noch höheren Standard gebracht wurden. Azamara Cruises wurde zu Azamara Club Cruises. „Mit dieser Erweiterung unseres Angebotes reagierten wir auf die Wünsche unserer Kunden wie auch zahlreicher Reisebüros“, erklärt Bornstein. „Wir bieten ein exklusives All Inklusive Service, welches nicht aufdringlich, sondern sehr gediegen, mit reichlich Platz an Bord für jeden Passagier ist, vergleichbar mit einem schwimmenden Country Club oder einem Boutiquehotel“, erklärt die Marketingmanagerin. Dazu zähle ein gratis Wäschedienst, 24 Stunden Butlerservice, hochwertige Tischweine zum Mittag- und Abendessen im Hauptrestaurant ohne Aufpreis, auf Wunsch das Frühstück auf dem Balkon der eigenen Kabine sowie für Suitengäste das Dinieren in den Spezialitätenrestaurants ohne Zusatzkosten, um einige Beispiele zu nennen. Azamara Club Cruises bietet viel Luxus und persönliches Service in einer gediegenen Atmosphäre sowie Programme für Wellness und Wohlbefinden – und dies um rund 50 Prozent günstiger als vergleichbare Produkte weltweit. Dadurch ist auch der Erstkundenanteil mit 22 Prozent sehr hoch, freut sich Bornstein.
„Der Vorteil unserer kleineren Schiffe, Maximalbelegung 694 Passagiere (353 Kabinen und Suiten), ist auch, dass wir Häfen anlaufen können, die für Megaliner nicht befahrbar sind“, erläutert Edie Bornstein. Dadurch ergeben sich für unsere Gäste sehr interessante Destinationen wie z.B. zum Formel 1 Grand Prix in Monaco, Karneval in Rio de Janeiro oder die Fahrt durch den Panama Kanal. Ein weiterer Pluspunkt ist bei Azamara, dass in über 50 Prozent der angelaufenen Häfen die Liegezeiten viel länger als bei anderen Schiffen sind. „Sie liegen bei durchschnittlich 12 Stunden und manchmal sogar über Nacht bei Orten, die für ihr aufregendes Nachtleben bekannt sind“, erzählt Bornstein. Das Erleben der Destinationen rückt damit in den Vordergrund.
Jedes Jahr werden immer wieder neue Häfen ins Programm aufgenommen, im Katalog für 2012 finden sich gleich 37 davon. Auf insgesamt 64 Kreuzfahrten zu den außergewöhnlichsten Orten der Erde legen die Schiffe in 181 Häfen von 57 Ländern des Mittelmeers, Nordeuropas, Südamerikas, Indiens, Ostasiens und der Inselwelt der Karibik an.
Auf die Frage der Flottenerweiterung hielt sich Bornstein weitgehend bedeckt. „Es werden weitere Schiffe kommen. Möglich ist schon ein Schiff ähnlicher Größe im kommenden Jahr, denn nur so kann die Exklusivität des Angebotes gewährleistet werden. Selbiges gilt auch für etwaige Neubauten“. Somit wird sich auch Azamara Club Cruises am anhaltenden Kreuzfahrtboom beteiligen. Expansionspotential sieht Bornstein vor allem in Europa und da ganz besonders im deutschsprachigen Raum, der schon jetzt zum drittwichtigsten Markt der Reederei zählt.


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