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Wien, Graz und Salzburg unter der „Bus-Lupe“

Um Busgästen ihre Pretiosen zu zeigen, passen Städte ihr Reisebuskonzept stets neu an

Wenn in diesen Tagen zum zehnten Mal die „BTB - Bus.Travel.Business“ in Vösendorf bei Wien über die Bühne „rollt“, diskutieren Einkäufer und Repräsentanten aus Tourismus, Hotel & Gastronomie sowie Busbranche nicht bloß, wie sich spezifische europäische Märkte als Busreisedestination entwickeln, sondern auch mit welchen Regelungen einzelne Städte Reisebusse erwarten und wie sie das zunehmende Aufkommen in diesem Tourismussegment organisatorisch bewerkstelligen. Anlässlich der Bustouristikmesse BTB unterzog T.A.I. drei beliebte Gruppenreiseziele Österreichs – Wien, Graz und Salzburg – einem Vergleich.

 

 

Demnach verfügt etwa die Bundeshauptstadt Wien über eigene Ein- und Ausstiegstellen bei den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungsstätten, damit sie für Gäste rasch, bequem und unkompliziert erreichbar sind. Für Reisebusse gibt es in Wien Kurzparkplätze, wodurch der ruhende Verkehr im Bereich der Sehenswürdigkeiten kaum beeinträchtigt wird. An stark frequentierten Ein- und Ausstiegstellen sorgen Betreuungspersonen dafür, dass die Busse nur zum Ein- und Aussteigen halten. Zusätzlich bietet Wien bereits seit vielen Jahren den sog. „Bus Drivers' Guide“, der Busfahrer mit allen wichtigen Informationen über die Bus-Infrastruktur in Wien versorgt.

Keinerlei Zufahrtsbeschränkungen für Reisebusse gibt es in Graz, erläutert Dieter Hardt-Stremayr, Geschäftsführer Graz Tourismus, stolz. Die aktuelle Regelung in der Murstadt sieht Möglichkeiten für Dauerparken und temporäres Parken und Halten vor. „Diese Regelungen funktionieren und werden seitens der Exekutive mit viel Fingerspitzengefühl gehandhabt“, so der Grazer Tourismuschef. Konfliktpotenziale seien sehr gering, anlassbezogene Sonderregelungen würden sowohl von der Busbranche als auch von den Autofahrern gut angenommen werden. Seiner Einschätzung nach wachse das Segment merklich: „Generell spüren wir einen deutlichen Zuwachs im Gruppenbereich“, so Dieter Hardt-Stremayr.

In Salzburg wurde Anfang 2006 das seit Beginn der 90er Jahre bestehende Reisebuskonzept optimiert und die Verbesserungen hätten sich seither „sehr bewährt“, führt Susanne Zauner, Sales & Marketing Manager Tourismus Salzburg, aus. Die aktuelle Regelung für Reisebusse in der Mozartstadt erlaubt die Zufahrt zu den Busterminals sowie Parkmöglichkeiten auf den Busparkplätzen. Bei gelegentlichen Überlastungen der beiden Busterminals hilft geschultes Wachpersonals aus. Susanne Zauner: „Die Busfahrer zeigen Verständnis für die Situation, dafür können Gäste mitten im Zentrum ein- und aussteigen.“ Einer der beiden Busterminals wurde im letzten Jahr komplett neu gebaut und werde von den Busunternehmern und Gästen sehr gut angenommen, ergänzt Zauner.

Österreichs Busreisegäste im Fokus

Laut T-MONA Befragung der Österreich Werbung von 2008 kommt die Mehrzahl der Busgäste in Österreich aus Deutschland. In Bezug auf die Urlaubsarten bezeichnen 70 Prozent der Busreisenden den Urlaub als „Besichtigungsreise“. Weiters wird die Busreise verhältnismäßig häufig als Kultururlaub, kulinarische Reise oder Veranstaltungs- / Eventreise tituliert. Im Zentrum der Aktivitäten der Busreisegäste stehen demnach „Sehenswürdigkeiten“, „organisierte Ausflüge“, „Museen / Ausstellungen“ und „Veranstaltungen / Brauchtum“. 70 Prozent der Befragten sind laut T-MONA-Erhebung über 50 Jahre alt.

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