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Kein Geld für Deutschlands Reisebosse in Salzburg

Land und Stadt Salzburg hätten im Spätherbst 2013 die Chance gehabt, Austragungsort für den Kongress des Deutschen Reisebüroverbandes (DRV) zu sein. Rund 1.000 Spitzenvertreter des mit 77 Mrd. Euro jährlicher Reiseausgaben größten touristischen Quellmarktes der Welt wären zu diesem Anlass in die Mozartstadt gekommen. Daraus wird nun nichts: Laut Leo Bauernberger, Chef der SLTG (Salzburger Land Tourismus Gesellschaft) hätte der Kongress 500.000 Euro gekostet (Verpflegung, Gala-Abende, Transporte, Mieten etc.), wofür man nicht ausreichend Sponsoren finden konnte. Maximal ein Betrag von 250.000 Euro wäre laut Herbert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH, erreichbar gewesen.
Knapp die Hälfte aller rund 4 Millionen Ausländerankünfte im Bundesland Salzburg stammen aus Deutschland, bei den 18 Millionen Ausländernächtigungen sind es sogar 53 Prozent. Die meisten Gäste reisen allerdings individuell an. Der über Reisebüros vermittelte Anteil an Reisen in das Land Salzburg liegt bei 15 Prozent.

2011 tagte der DRV in Südkorea, heuer ist Montenegro an der Reihe. Für das erst seit 2006 unabhängige Land ist der Tourismus mit einem Fünftel Anteil am BIP (Brutto Inlandsprodukt) der wichtigste Wirtschaftszweig. Das kleine Montenegro (BIP pro Jahr zuletzt 4,114 Mrd. US-Dollar) hatte offenbar kein Problem, ein Budget für den DRV aufzustellen. Salzburgs BIP ist mit 26,13 Mrd. US-Dollar mehr als sechsmal so groß.

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