
Auch die weltweite Hotellerie hat sich durch die enormen Entwicklungen in den Transport-Möglichkeiten des Menschen in den letzten 60 Jahren radikal ändern müssen. Das Auto, Flugzeug und Schiff wurde für den Urlaubsreisenden ein immer bedeutenderes Mittel die Reise- und Abendteuerlust zu befriedigen. Diese Entwicklung produzierte sogar die Notwendigkeit einiger Fluggesellschaften, internationale standardisierte Hotelketten zu gründen und zu leiten.
Das Auto war vor allem verantwortlich, den Menschen die Freiheit zu offerieren, die nähe und ferne Umgebung zu entdecken zu beginnen. Diese Entwicklung hat vor allem in Europa und Nordamerika die Grundlage für die Expansion der Beherbergungsindustrie für Stadt und diesmal auch für das Land gelegt. Mehr und mehr Menschen aller sozialen Schichten wollten reisen. Dieser Drang war dann auch der Grund für die Bauernschaft, sich bei der Unterbringung von Gästen zu betätigen. Gästezimmer wurden gebaut und vermietet. Das Skifahren wurde entwickelt und wurde in kurzer Zeit vor allem in Europa unwahrscheinlich populär. Vor allem Bergbauerndörfer waren fast über Nacht das bevorzugte Gebiet für die Urlaubsuchenden.
Die Einwohner dieser Dörfer, finanziert von Banken, sahen das Potential und begannen Hotels zu bauen, die sofort nach der Fertigstellung mit Begeisterung und ohne Aufwand von Urlaubern gemietet wurden. Das Angebot wurde größer und größer. Die Ansprüche der Gäste stiegen von Jahr zu Jahr. Investitionen waren fast jährlich notwendig, um den Ansprüchen der Touristen gerecht zu werden. Die Hotellerie in den Bergen wurde geboren. Immense finanzielle Aktivitäten rund um den Eckpfeiler, die Beherbergungs-Industrie, hat den Tourismus durch private und öffentliche Hand erst so richtig angekurbelt. Ohne Hotels der verschiedenen Kategorien gibt es auch keinen Tourismus. Diese Erkenntnis wurde von vielen Staaten und Internationalen Organisationen erkannt, so auch in den Entwicklungs-Staaten, Arbeitsstellen verhältnismäßig schnell und auch günstig geschaffen wurden.
Diese Situation gab vielen Gebieten in der südlichen Welt eine Möglichkeit den Lebensstandard der Bevölkerung auf der sozialen und ökonomischen Ebene zu erhöhen. Die Einnahmen von Devisen waren auch das Ziel der Planer, die Budgets dieser Staaten zu balancieren.
Die Entwicklung in der Flugzeug-Industrie machte es möglich, größere Entfernungen billiger, schneller und sicherer zu bewältigen. Europas und Nordamerikas Gesellschaft wurde wohlhabender und die Reisen innerhalb und außerhalb dieser Erdteile wurden sehr populär. Europäer und Amerikaner wurden die Reiselustigsten Menschen der Welt, diese Gruppe hatte auch das nötige Einkommen, um diese Reiselust zu befriedigen. Die nach der Sonne lechzenden Bewohner des nördlichen Teils der Erde, suchten die warmen, sonnigen Länder im Süden. Dieses Verlangen wurde außerdem durch die weitaus niedrigeren Dienstleistungen (Hotelpreise) gefördert.
Das Ende der Glückseligkeit
Innerhalb Europas wurde die Hotellerie mit steigenden Steuern von unserer Bürokratie und Politik belastet – dies ohne über die negativen Auswirkungen überhaupt nachzudenken. Österreichs Beherbergungs-Industrien, von denen man ein Service-Leistungs-Niveau verlangt, kommen mehr und mehr unter Druck, vor allem durch die hohen Lohnnebenkosten und Mehrwertsteuer. Wir können einfach nicht mehr mit den neuen Urlaubsgebieten konkurrieren. Die Service Leistung in der Hotellerie kann nur von Mensch zu Mensch offeriert und nicht durch Maschinen ersetzt werden. Die Betreuung und eine freundliche Behandlung unserer Konsumenten kann nur durch gut ausgebildete, freundliche und höfliche Mitarbeiter ausgeübt werden. Die Mehrheit aller Österreichischen Pensionen, Gasthöfe, Hotels und natürlich Restaurants und Bars sind Familienbetriebe und nur deshalb finanziell noch möglich. Diese Familien-Besitzungen werden mit großer Aufopferung der Familienmitglieder betrieben, um den Besitz zu erhalten.
In der Vergangenheit waren Banken sehr großzügig und haben diesen Betrieben durch zum Teil zu hohe Investitionen geholfen. Dies wurde durchgeführt, um den Ansprüchen der Gäste zu entsprechen. Die Rückzahlung und Zinsen dieser Anleihen wurden immer schwieriger.
Die weltweite Konkurrenz wurde stärker und stärker. Die jährlichen Übernachtungen gingen zurück. Zu gleicher Zeit stiegen die Unkosten. Weniger Einnahmen mit höheren Unkosten führen ganz einfach zum Verlustgeschäft. In vielen Fällen konnten Betriebe nicht einmal die Zinsen der Anleihen bestreiten. Viele Banken waren eigentlich plötzlich die finanziellen Besitzer der Betriebe. Entweder mussten diese geschlossen oder verkauft werden oder der Besitzer wurde der Angestellte der Bank.
Ohne Reformen geht’s ins Abseits
Diese Entwicklung muss durch radikale Änderungen in der Steuer Politik geändert werden. Viele Industrien in den letzten Jahren um Konkurrenzfähig zu bleiben verlegten die Produktions-Stätten in das billige Ausland. Dies wie wir alle wissen, ist bei der Beherbergungs-Industrie einfach nicht möglich. Resultat: viele Stellen des Tourismus werden verloren gehen. Wo werden diese Menschen eine Arbeit finden?
Wie werden die Gemeinden, Städte und Länder die notwendigen Einnahmen für die Bezahlung der Sozialen Leistungen und der übergroßen Bürokratie verdienen?
Österreich braucht durchgreifende Reformen. Arbeit und Leistung müssen wieder bewundert werden. Erfolg soll in der Wirtschaft genauso bejubelt werden wie unsere erfolgreichen Sportler, die durch ihren Einsatz super Leistungen gebracht haben. Warum soll ein erfolgreicher Unternehmer zusammen mit seiner Belegschaft durch zu hohe Abgaben bestraft werden? Außerdem soll Erfolg nicht beneidet, sondern bewundert werden.
Unsere Bürokratie mit den enormen Vorschriften erscheint, als würde man versuchen Fortschritte entweder verhindern zu wollen oder so teuer wie möglich zu gestalten. Die Lohnnebenkosten und die Mehrwertsteuer in der österreichischen Hotellerie müssen reduziert werden. Selbst wenn diese Unkosten reduziert werden und die Arbeitszeit verlängert werden würde, sind allein die Lohn- und Lohnnebenkosten 100 Prozent höher als in vielen Ländern der Welt.
Die Arbeitsmoral muss erhöht werden. Viele Länder der Welt in der mehr und mehr Hotelzimmer angeboten werden haben eine 6 Tage und 48 Stunden Arbeitswoche. Ohne darartige Reformen wird es nicht gehen. Denn eines ist klar: Angebot und Nachfrage sowie Value for Money entscheiden sehr häufig die Wahl in welches Land man reist.
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