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Wie gelangt Österreich in die US-Köpfe?

Mit Hilfe der Reisebüros, wie aufdem jüngsten Travel Symposium der ÖW einmal mehr deutlich wurde

Der Onkel aus Amerika ist angesichts von weichem Dollar und Wirtschaftsflaute auch nicht mehr das, was er einmal war. Alles spricht über Asien und hier vor allem über China – auch in Österreichs Incoming. Doch man kann die Dinge drehen und wenden, wie man will: Übersee-Quellmarkt Nummer 1 sind und bleiben mit großem Abstand die USA mit 1,243 Millionen Übernachtungen im Vorjahr (ohne Kreuzfahrtgäste, die von der Statistik Austria nicht erfasst werden, aber eine sechsstellige Zahl erreichen) und mehr als einer halben Million Ankünfte. Das von der Österreich Werbung im Oktober abgehaltene Austria Travel Symposium mit Stationen in New York und Los Angeles (T.A.I. berichtete darüber) wurde deshalb dazu genutzt, den US-amerikanischen Reiseveranstaltern Österreichs Angebot in einer Form und mit all seinen Facetten näher zu bringen, die in den kommenden Jahren für zusätzliche Impulse sorgen sollten.

 

 

Die Aussichten dazu sind nicht schlecht, wie im Zuge der zum Auftakt des Travel Symposiums veranstalteten Podiumsdiskussion mit Top-Reisebüros festgestellt wurde: für den aktuellen Trend „Food & Wine“ hat Österreich beste Chancen, Weihnachtsmärkte ziehen immer und Bill Fischer, CEO des Life Stile Reisebüros Fisher Travel (er selbst war bei dem Travel Symposium nicht dabei, wurde aber von Dee Branciforte vertreten), stellte sich nach seiner jüngsten Wien-Reise selbst die Frage „wieso erkennen wir nicht, dass Wien eine Stadt ist, die wieder und wieder besucht werden kann.“

Laut Outgoing-Statistik der USA rangiert Österreich als Reiseziel in Europa auf Platz 10 (weltweit auf Rang 24) und hält je nach Jahr bei einem Anteil von 3,5 bis 3,8 Prozent. Der Leisure-Anteil liegt laut ÖW-USA Chef Michael Gigl mit 70 Prozent allerdings weit höher als im Europa-Durchschnitt (43 Prozent). Der Rest verteilt sich auf Business-Trips und Besuche von Freunden und Verwandten.

„Dining“ liegt mit 85 Prozent an der Spitze der Aktivitäten von US-Bürgern auf Europa-Reise, gefolgt von Shopping (75 Prozent) und dem Besuch historischer Stätten und Plätze. „Small Towns“ besuchen 53 Prozent der US-Europa-Reisenden und „Country-Side-Touring“ steht bei immerhin noch zwei Fünfteln auf dem Programm.

Die Konzentration des ÖW-Travel Symposiums auf New York und Los Angeles liegt u.a. darin begründet, dass 55,6 Prozent der amerikanischen Europa-Reisenden von der Ostküste stammen, 14,1 Prozent von der Westküste. Zwei Fünftel buchen direkt über das Internet ihre Übersee-Reise, 31 Prozent setzten auf das Reisebüro. Jack Bloch von JB’s World of Travel: „Wir sind so etwas wie ein Sicherheitsnetz.“  

Und wer jetzt von Zahlen noch nicht genug hat: das durchschnittliche Jahreseinkommen der Europa-Klientel im den USA liegt bei satten 116.000 US-Dollar, sie verweilen rund 18,3 Nächte in Europa, 65 Prozent konzentrieren den Europa-Trip auf ein Land, sind in Schnitt zwischen 45 (Frauen) und 47 (Männer) Jahre alt, wobei die Damen mit 54 Prozent leicht dominieren. Rund 1.311 US-Dollar werden für eine Übersee-Reise ausgegeben.

Befragt nach den Trends bei Europa-Reisen, kam bei den zehn Teilnehmern der Travel Agents-Diskussion Österreich wenig überraschend zunächst kaum vor. Neben den Städten Rom, London und Paris sowie den Ländern Italien, Spanien und (Süd)Frankreich wurde überraschend auch immer wieder Kroatien genannt. „Das ist im Kommen“, so Michael Holtz von Smart Flyer und Christine Kennedy von Valerie Wilson Travel.

Interessant ist die von mehreren Agentur-Vertretern genannte Tendenz zu Familien-Reisen, wobei die mitreisenden Kinder vom Alter her immer jünger sind. Greg de Clemente von Courtyard Travel kritisierte in diesem Zusammenhang, dass in Europa „für die Kinder immer ein Extra-Zimmer gebucht werden muss, es ist hier nicht möglich, zu viert in einem Raum zu nächtigen.“ Als gute Destination für Kinder hob er Salzburg hervor.

Nach wie vor lasse sich die Kombination Prag - Wien - Budapest oder Österreich in Kombination mit Prag und München gut verkaufen. „Wichtig ist aber immer die Kulinarik“, so Robin Fox von Pisa Brothers. Beim für US-Amerikaner besonders bedeutenden Sicherheits-Aspekt kann die Alpen- und Donaurepublik sowieso punkten.

Über eines muss man sich aber klar sein: „Österreich kommt mit Ausnahme vielleicht von Wien in den Köpfen der Kunden nicht vor. Wir müssen sie darauf hinweisen“, betonte abschließend Greg de Clemente, und ergänzte: „Wenn sie einmal dort gewesen sind, dann sind sie dankbar und begeistert. Es gibt in eurem Land viel zu sehen.“

Acht heiße USA-Kontakte im High-End Bereich

Michael D. Holtz, Smart Flyer, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Greg de Clemente, Courtyard Travel, www.courtyardtvl.com, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.    
Robin Fox, Pisa Brothers Tavel, www.pisabrothers.com, robin@pisabrothers. com
Jack Bloch, JB’s World of Travel, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , www.jbsworld.com
Gary Stevens, Leaders in Travel, www.leadersintravel.com, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Linda Tatten, Travel by Tatten, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , www.travelbytatten.com, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Dee Branciforte, Fisher Travel Enterprises, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Christine Kennedy, Valerie Wilson Travel, www.valeriewilsontravel.com, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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