ÖW-„Schrei“ ertönt in den USA
Antwort auf digitale Herausforderung
Österreichs Tourismus hat dieser Tage Geschichte geschrieben: Mit dem Austria Travel Symposium in New York und Los Angeles wurde eine Vermarktungsplattform realisiert, die weltweit neue Standards setzt, allen voran an den beiden Tagen im Austria Pop-Up Store in Manhattan, zu denen neben 50 Travel Agents aus dem High End-Bereich auch 20 Top-Reiseveranstalter kamen und intensiv in innovativer Form mit rund einem Dutzend Anbietern aus Österreich zusammentrafen. In Los Angeles folgten neben dem Reisebüro-Networking Event und dem Reiseveranstalter-Symposium auch die Teilnahme an der Visit Europe Media Exchange. Für Michael Gigl, Region Manager der Österreich Werbung (ÖW) für Nordamerika und Australien, und sein Team gab es ausnahmslos Lob: „Die Österreich Werbung steht mit diesem innovativen Format meilenweit über anderen National Tourist Offices“, so Nathalie Nagy, President von Mosaic Group Travel New York.
Die neuartige Form des Travel Symposiums wurde vor zwei Jahren erstmals ansatzweise umgesetzt. Anstatt die Gespräche in herkömmlicher Workshop-Form abzuhalten, wird bei den Kontakten mit den Reiseveranstaltern „gezielt in die Tiefe gegangen und an den Angeboten weiter gefeilt, um die Produkte so zu gestalten, wie sie der Markt braucht“, wie Michael Gigl betont. Heuer im Sommer erfolgte in Australien eine weiterentwickelte Version des innovativen Formats, beim aktuellen Travel Symposium in New York wurde laut dem Region Manager der ÖW „noch stärker in die Tiefe gegangen.“
Konkret gab es am ersten Tag eine Reisebüro-Round Table Diskussion mit neun Top-Agents der US-Ostküste, von Boston bis New York, alle im Bereich Luxus-, Boutique- und Life-Style Bereich tätig. Die Diskussion wurde in Kooperation mit dem Fachmagazin Luxury Travel Advisor durchgeführt (15.000 Abonnenten US-weit), das die Veranstaltung auch auf Video aufzeichnete und für alle Agents online abrufbar machte. Bei der Diskussion gab es einige interessante Anregungen für die österreichischen Anbieter. Vor allem Wein & Dine-Reisen stellen eine große Chance dar, für die Österreich in den USA noch nicht so bekannt ist.
Es folgte der Reisebüro-Networking-Event, zu dem, wie eingangs erwähnt, 50 Top-Travel Agents kamen, die den österreichischen Anbietern für informelle Gespräche zur Verfügung standen. „Alle, die für uns wichtig sind, waren da“, so Michael Gigl.
Der zweite Tag des Travel Symposiums in New York war der Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern gewidmet. Jeder der österreichischen Anbieter stellte in vierminütigen Statements inkl. Powerpoint-Präsentation besondere Highlights vor (Insider-Tipps statt „quer durch den Gemüsegarten“), lieferte „Hintergrund-Stories, die man erzählen kann“ (und die durchaus für Lacher und Applaus sorgten) sowie Geheimtipps. Jede Präsentation endete mit einem Kurz-Interview durch Michael Gigl, womit den zwanzig Reiseveranstaltern gezielt noch weitere Infos geboten werden konnten.
Zuvor rief ÖW-Marketing Manager Marsa Kindl-Omuse den Reiseveranstaltern die wichtigsten für den US-Markt relevanten Fakten der Marke „Urlaub in Österreich“ in Erinnerung, Gabriele Wolf (bei der ÖW in den USA für Produkt Innovation verantwortlich) lieferte in Wort und Bild in Form „einzigartiger, authentischer Reiseerlebnisse“ einige Top-Tipps.
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Ein Höhepunkt war das Impuls-Referat von David Rogers (Executive Director des Centers of Global Brand Leadership at Columbia Business School) über fünf Strategien für Unternehmen im digitalen Zeitalter, allen voran der Umgang mit Social Media.
Am Nachmittag standen „Breakout Sessions“ auf dem Programm, bei denen Österreichs Anbieter in vier Kleingruppen mit Reiseveranstaltern – moderiert von ÖW-Mitarbeitern – konkret über innovative Produktplanung sprechen konnten.
Nach der Präsentation von Österreichs Anbietern bestand die Möglichkeit für Einzelgespräche, die intensiv genützt wurde. Peter Staudinger vom WienTourismus: „Für uns sind die Kontakte und die Inhalte, die man dabei vermitteln kann, sehr wichtig. Das innovative Format des Travel Symposiums war dafür sehr gut.“
Den ebenso einzigartigen wie kreativen Rahmen für die beiden Tage in New York bot das von 5. bis 19. Oktober geöffnete Austria Pup-Up-Store (ein nach dem Muster großer Mode-Labels initiiertes, temporäres Geschäftslokal, T.A.I. berichtete darüber) in der Mulberry Street. „Wir konnten bis zu 300 Besucher pro Tag begrüßen“, zeigt sich Michael Gigl mit dieser Aktion zufrieden, für die heuer im Juni im Zuge des Kreativwettbewerbs der ÖW grünes Licht gegeben wurde und die dem New Yorker Publikum die Tourismusdestination Österreich in einer völlig neuen und trendigen Art näher brachte – inklusive aller Zutaten im Zeitalter von iPads, Facebook und Twitter.
Bevor es weiter nach Los Angeles ging (nach Redaktionsschluss vorliegender Ausgabe der T.A.I.), stand zum Abschluss des Travel Symposiums noch ein Media Event mit Top-Journalisten der US-Presse im Restaurant Wallse auf dem Programm.
David Rogers hat am Ende seines vorher erwähnten Impuls-Vortrages über die optimalen Strategien gegenüber den „vernetzten Konsumenten“ das berühmte Edvard Munch-Gemälde „Der Schrei“ an die Leinwand projeziert. Roger: „Handelte es sich bei Munch um einen Schrei im Sinne
einer aufschreienden Landschaft, geht es jetzt um den Schrei einer immer komplexer vernetzten Online-Gesellschaft.“ Die Symbolik hätte passender nicht sein können: denn die Österreich Werbung hat mit ihrem ebenso neuartigen wie innovativen Travel Symposium die richtige Antwort auf die Herausforderungen des Marktes im digitalen Zeitalter gefunden. Mehr über den Vortrag von Rogers, die Aussagen der US-Reisebüros sowie den Quellmarkt USA aus Blickwinkel des Österreich-Tourismus in den kommenden Ausgaben der T.A.I.


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