Mit Kongressstatistik ist Österreich Weltmeister
Kein anderes Land der Welt kann mit einer derartigen Datenbank aufwarten – für die Zukunft bietet das viele strategische Vorteile
Eine weitere Verdichtung und Vervollständigung der statistischen Datenerfassung von nationalen und internationalen Kongressen, die kontinuierliche Kontrolle der Daten zur Optimierung der Qualität, ein verstärkter Fokus auf Firmentagungen, Messen & Ausstellungen, Incentives und Seminare – das sind die Ziele für 2011, welche sich die Initiatoren der österreichischen Kongressstatistik, die Österreich Werbung (ÖW) und das ACB (Austrian Convention Bureau) gesetzt haben. Nach der Premiere im Vorjahr mit der Kongressstatistik 2009 und der von der Datendichte bereits erheblich ausgeweiteten Statistik für 2010 erwarten sich ÖW und ACB dadurch eine noch höhere Qualität. Schon bisher steht das Projekt einer nationalen Kongressstatistik weltweit einzigartig dar.
Mit der dritten Auflage, die im Frühjahr 2012 präsentiert wird, kann erstmals auch ein mehrjähriger Ergebnisvergleich erstellt werden. Dadurch wird es möglich, längerfristige Trends zu erkennen. Voraussetzung dafür ist eine weitere Steigerung der Eingabemotivation und auch die Vertrauensstärkung der österreichischen Kongress- und Tagungsbranche, deren Befürchtungen, heikles Datenmaterial damit preiszugeben, zerstreut werden müssen. Die erfolgt durch gezielte Kommunikationsarbeit. Diese zeitigt durchaus Erfolge. So konnte im zweiten Jahr der Statistik die Datenmenge bereits verdoppelt werden.
Die Bedeutung der Kongressstatistik ist unumstritten. Erst durch sie wird die Wichtigkeit dieses Wirtschaftszweiges verdeutlicht (und zwar nicht nur in touristischer sondern vor allem auch in wissenschaftlicher Hinsicht und damit auch als Wirtschaftsfaktor, der weit über Nächtigungsergebnisse hinausreicht). Ebenso unterstreicht eine derartige Statistik die Glaubwürdigkeit und Kompetenz Österreichs als eine der führenden Kongressdestinationen weltweit. Laut UIA (Union of International Associations) liegt Österreich international gesehen auf Rang 10. Spitzenreiter sind hier die USA, gefolgt von Japan (741) und Singapur (725).
Insidern der Branche bietet die Statistik noch mehr Vorteile. Sie liefert eine Grundlage für Marktbeobachtungen und Benchmarks mit anderen Ländern. So können Entwicklungstrends frühzeitig erkannt werden. Aussagekräftige Zahlen schaffen eine klare Positionierung am internationalen Kongressmarkt und stärken das Bewusstsein für diese Industriebranche innerhalb des Landes. „Somit kann man sagen, dass die Statistik als Visitenkarte der Tagungs- und Kongressindustrie fungiert“, ist man im ACB und bei der ÖW überzeugt.
Neben der statistischen Datenbank wurde übrigens auch ein österreichweiter Kongresskalender etabliert, der über www.acb.at abrufbar ist. Seine Daten werden extrem vertraulich behandelt. Erst die Zustimmung des jeweiligen Veranstalters ermöglicht die Publikation und erst dann ist der Eintrag für jedermann einsehbar.
Vollerhebung und ihre Schlüsselpartner
Die österreichweite Kongress- und Tagungsstatistik zeigt als Vollerhebung alle nationalen und internationalen wissenschaftlichen Kongresse auf einen Blick und betrachtet einen Teil des Firmentagungsgeschäftes (Tagungen, Seminare, Fortbildungen, Workshops und Incentives). Durch die Kongressstatistik ist es möglich die Geschäftsentwicklung von Kongressen und Tagungen messbar zu machen und die Bedeutung dieser Branche als saisonunabhängiges Ganzjahresthema durch belegbare Zahlen zu dokumentieren.
Die Erfassung der Daten wird laufend für das jeweilige Kalenderjahr durchgeführt. Schlüsselpartner in der Realisierung sind die Convention Bureaus der Bundesländer, die maßgeblich verantwortlich waren, dass kommerzielle Betriebe, insbesondere Hotels, auch Daten für das Firmengeschäft auf vertraulicher Basis geliefert haben. Die zentrale Datenbank für die statistischen Erhebungen wird vom ACB betreut.


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