Plan „restar-T“

Mitte Mai geht’s schrittweise los, aber nur im Inland! Outgoing muss warten

T.A.I. 24 TOP News

In ihrer heutigen gemeinsamen Pressekonferenz mit Außenminister Alexander Schallenberg kündigte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ein stufenweises Hochfahren von Tourismus, Freizeitwirtschaft und Gastronomie ab Mitte Mai an.

Der Plan dazu wird derzeit in enger Zusammenarbeit mit BranchenvertreterInnen und Gesundheitsbehörden ausgearbeitet und soll Ende April bekannt gegeben werden. Laut Köstinger werde es „Unterschiede zwischen Selbstversorger-Appartements und Hotels geben“, für die „andere Regelungen“ gelten. Wichtig sei es, „das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten.“

Generell müsse man sich, so Elisabeth Köstinger, „auf eine massive Einschränkung der Reisefreiheit einstellen.“ Dies hatte auch Außenminister Alexander Schallenberg in seinem zuvor abgegebenen Statement betont. Der Grund: die einzelnen Länder und Regionen werden unterschiedlich von der Corona-Pandemie heimgesucht, „einige werden länger brauchen“, so Schallenberg.

Ein Blick auf die Webseite des Außenministeriums verdeutlicht dies:

  • Es gibt weltweit keinen einzigen Staat, in dem derzeit nicht zumindest Stufe 4 (hohes Sicherheitsrisiko für das gesamte Land) gültig ist; hier lautet die Diktion: „Es wird dringend geraten, nicht unbedingt notwendige Reisen zu verschieben bzw. von derzeit noch bestehenden Rückreisemöglichkeiten Gebrauch zu machen.“ Dies betrifft u.a. Deutschland, alle östlichen Nachbarländer Österreichs, den gesamten Balkan und auch Griechenland.
  • In 19 Staaten gilt Stufe 5 (partielle Reisewarnung), darunter die beiden Hotspots des österreichischen Outgoing-Tourismus Ägypten und Türkei, die beliebten Sonne/Strand- bzw. Kulturreise-Destinationen Tunesien und Marokko sowie die Fernreise-Ziele USA (New York, New Jersey, Louisiana, Michigan und Kalifornien; Rest der USA Stufe 4),Thailand und China.
  • Die höchste Stufe 6 (Reisewarnung) besteht für 36 Länder, darunter 24 aufgrund der Corona-Pandemie. Davon betroffen sind in unmittelbarer Nachbarschaft Österreichs Italien und die Schweiz inkl. Liechtenstein. Dazu kommen die BeNeLux-Länder, Frankreich, Portugal und UK (nicht aber Irland, für das Stufe 4 gilt). Mit Spanien (inkl. Balearen und Kanaren) ist ein weiteres Intensiv-Reiseziel auf Stufe 6 gestellt. Vor jeglichen Reisen in diese Länder wird gewarnt.

Ziel ist es, so Schallenberg, die volle Reisefreiheit so bald wie möglich wieder herzustellen: „Aber so lange Corona nicht komplett besiegt ist, wird das nicht möglich sein. Das ist eine Frage des Hausverstandes.“ Schallenberg hofft, „dass wir bis Herbst wieder alles im Griff haben.“ Eine verfrühte Reisefreiheit würde eine zweite Infektionswelle lostreten.

Damit steht wohl fest, dass die ÖsterreicherInnen ihre Sommerurlaube heuer vor allem im Inland verbringen werden. Köstinger: „Urlaub in Österreich steht an oberster Stelle, damit wir den Tourismus wieder nach oben bringen.“

Was nicht gesagt wurde, aber sich aus der Logik daraus ergibt: Reisebüros und Reiseveranstalter werden gut daran tun, entsprechende Österreich-Packages zu schnüren. Die machen zwar das Kraut nicht fett, helfen aber, die Durststrecke zumindest ansatzweise durchtauchen zu können.

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