Feratel

Höhenflug der Buchungen mit Content Score & Vermieterchoach

Print-Ausgabe 4. November 2016

Bernhard Taurer

Destinationen entwickeln sich immer mehr zu Vertriebsorganisationen – aktives Vermieter-Coaching ist dabei ebenso wichtig wie der richtige Einsatz der Technik

Wie gelingt es einer Destination, die über ihre Website laufenden Buchungen von ein paar hundert auf über 10.000 pro Jahr zu pushen und Betrieben dadurch zu helfen, Provisionen einzusparen, die ansonsten an OTAs ins Ausland geflossen wären? Die SkiWelt Wilder Kaiser hat es vorexerziert. Vor allem zwei Maßnahmen haben dazu beigetragen: die Ernennung eines Vermietercoachs sowie die aktive Nutzung des feratel Deskline®-Tools „Content Score“, das täglich ein aktuelles Feedback über die Datenqualität der von den Vermietern ins System gestellten Informationen liefert.

Bernhard Taurer, Leiter des Servicecenters von feratel: „Content Score“ unterzieht jede Nacht alle Daten einem Qualitätsmonitoring.“ Dabei werden Anzahl und Qualität der Bilder ebenso geprüft, wie Infos über Ausstattung, fremdsprachige Beschreibungen, Aktualität der Verfügbarkeiten, Flexibilität der Belegungseinstellungen etc. Sowohl Vermieter als auch Destinationen sehen, sobald sie ins System einsteigen, den aktuellen Score (maximal 100 %) sowie Verbesserungsvorschläge. Damit kann der Vermietercoach gezielt an die Betriebe herantreten und gemeinsam eine Strategie erarbeiten, um die Effizienz des Online-Auftritts zu verbessern.

Taurer will den Score nicht überbewerten („er ist nur eine kleine Maßnahme“), aber er liefert wichtige Anhaltspunkte. Und er zeigt, wieviel diesbezüglich noch zu tun ist: Nur 1 Prozent aller TVBs, die mit feratel Deskline arbeiten, erreicht einen Score von über 90 Prozent, 18 TVBs kommen auf 80-90 Prozent, 63 auf 70-80 Prozent. Alle anderen (also 85 Prozent) liegen darunter.

„Jene 15 Prozent, die einen Score von mehr als 70 Prozent haben, performen super. Da geht’s richtig zur Sache“, betont Taurer. Einige Destinationen (in Österreich arbeiten 28 der 30 nächtigungsstärksten mit Deskline®) erhalten bereits mehr Buchungen über die eigene Website, als über Booking.com. Taurer: „Es geht um Chancengleichheit mit den OTAs. Viele Destinationen ziehen jetzt nach, springen auf aktives Coaching auf, und arbeiten intensiv mit unserem Content Score.“

Für Betriebe ist es dabei wichtig, den Channelmanager zu aktivieren, denn viele schicken ihre aktualisierten Daten nach wie vor nur an Booking.com etc., nicht aber an die Destination (laut feratel-Auswertung war dies 2015 lediglich bei 17 Prozent aller Regionen der Fall). Ein Umstand, der sich nachteilig auswirkt. Denn die Destinations-Seite ist laut Taurer „ein wichtiger Anlaufpunkt in der Customer Journey. Es läuft unheimlich viel Traffic über sie. Die Gäste suchen bei ihrer Urlaubsplanung aktiv nach Informationen. Wenn die Datenqualität hoch ist, viele Betriebe buchbar sind und gleiche Stornobedingungen wie Booking bieten, dann gehen die Buchungszahlen massiv nach oben.“

Ein wichtiges feratel-Tool in diesem Zusammenhang ist das über den „ExpertClient“ mögliche Dynamic Packaging, mit dem Zusatzleistungen der Region über Deskline® buchbar sind. Das Kleinwalsertal etwa inkludiert für Aktionswochen Skischule und Skipass, der Kaiserwinkl bietet die Kaiserwinkl Card mit diversen Gratis- und Vorteilsleistungen mit an.

Um die daraus erzielte Wertschöpfung weiter zu verbessern, hat feratel mit dem „Revenue Manager“ ein neues Tool entwickelt, das es der Destination ermöglicht, für eine bestimmte Zeit („Aktionswochen“) die Endpreise mit vordefinierten Zu- oder Abschlägen zu „übersteuern“. Dasselbe gilt für den Provisionssatz (z.B. der Endpreis wird für den Aktionszeitraum um 3 Prozent gesenkt, parallel dazu wird die Provision des TVB von 10 auf 7 Prozent reduziert).

„Damit kann die Destination den Vertrieb aktiv steuern“, so Taurer. Der Revenue Manager wurde seit Juni aktiv getestet, Salzburg geht jetzt damit live, Sölden will im Winter mit Aktionswochen für das Jänner-Loch starten.

Nachholbedarf bei der Buchbarkeit

Der Anteil der buchbaren Betriebe auf der Destinationsseite lag 2015 laut einer Auswertung von feratel im Schnitt bei lediglich 34 Prozent (bei den Top-Performern 95 Prozent, bei den Schwächeren nur 24 Prozent). Die Tendenz ist allerdings steigend.
Knapp ein Fünftel (18 Prozent) der über feratel Deskline® abgewickelten Gast-Transaktionen führte 2015 zu Buchungen (40 Prozent Anfragen, 42 Prozent Prospektanfragen), wobei die Buchungen in den letzten zwei Jahren um mehr als zwei Fünftel (43 Prozent) zugelegt haben.

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Erstellt am: 04. November 2016

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