ITB Berlin 2000

Absage mit Folgen. Messe Berlin-Leitveranstaltung als Covid-19 Opfer

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Die Absage der ITB Berlin 2020 ist für die Messe Berlin ein harter Schlag. Es handelt sich um eine von fünf Leitmessen des Unternehmens. CEO Christian Göke begründe die Absage mit „stark erhöhten Auflagen zur Durchführung der Veranstaltung“ aufgrund des Coronavirus Covid-19. Die von den Behörden verlangten Auflagen seien von der Messe nicht umsetzbar gewesen.

Für die Messe Berlin ist die Absage ein herber Schlag. Die ITB (sie sollte vom 4. bis 8. März 2020 stattfinden) zählt zu den fünf Leitmessen des Unternehmens. Der Umsatz-Ausfall erreicht einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Auch die deutsche Hauptstadt kommt zum Handkuss: Laut Messe-Wertschöpfungsstudie von Berlin geben FachbesucherInnen (auf der ITB sind es mehr als 113.500 aus sechs Kontinenten und über 180 Ländern) rund 250 Euro pro Tag aus. Darin enthalten sind Ausgaben für die Übernachtung, Verpflegung, Transport, Einkäufe sowie für Freizeit und Kultur. Tagesgäste (ca. 160.000) kommen auf rund 86 Euro. Die Messe Berlin GmbH gehört zu 99,7 Prozent dem Land Berlin.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden von der Messe Berlin 237 Mio. Euro umgesetzt (plus 19,2%), der Gewinn nach Steuern hatte sich auf 17,25 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Es war das erfolgreichste Jahr in ihrer Unternehmensgeschichte. Das Eigenkapital liegt bei 35,6 Prozent.

Im Vergleich: insgesamt zählt die Messe Berlin pro Jahr rund 40.000 ausstellende Unternehmen (ein Viertel davon auf der ITB), sowie ca. 2,5 Mio. BesucherInnen. Es gibt 69 Eigenveranstaltungen, deren Umsatz 166,9 Mio. Euro erreichte und damit rund 70 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuert. Dazu kommen 64 Gastveranstaltungen. Für CEO Christian Göke war die Entscheidung zur ITB-Absage dementsprechend schwer. Der Umsatzverlust wiegt schwer, der Gewinn wird ebenfalls kräftig nach unten gedrückt.

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