T.A.I. vor Ort in Slowenien

Kulinarische Schatztruhe mit
vielen Hauben, Pršut und Štrukli

Print-Ausgabe 15. November 2019

Jan Ciglenečki (l.) mit den Brüdern Gasparin vom Restaurants Pikol

Auf der ÖVT-Herbstreise 2019 ging‘s unter dem Motto „Netzwerken, Gourmetfreuden, Spaß und Sport“ u.a. auch um die große kulinarische Vielfalt des Landes

Kulinarik zählt nachweislich zu den wichtigsten Reisemotiven und zwar unabhängig vom Alter, denn auch der Generation Y wird diesbezüglich ein hohes Potenzial beschieden. So war es dann kein Zufall, dass das Slowenische Tourismusbüro in Wien unter Leitung von Jan Ciglenečki für die TeilnehmerInnen an der Herbstreise des ÖVT (Österreichischer Verein für Touristik) bei Zusammenstellung der Tour ins südliche Nachbarland exakt dieses Thema in den Fokus rückte und einige ausgewählte Highlights präsentierte, die kaum Wünsche offen ließen.

Köstliche Weine, schmackhafte Pršut- und Käse-Spezialitäten, würzige Biere und zahlreiche Hauben-Restaurants machen das Land zu einer Oase lukullischer Köstlichkeiten, gerät Jan Ciglenečki bezüglich seiner Heimat ins Schwärmen. Im Vipava-Tal, – bekannt für seinen Obst- und Weinanbau –, etwa werden autochthone weiße Rebsorten, wie Zelen oder Pinela, oder die roten Trauben für Cabernet Sauvignon, Merlot und Barbera angebaut. Auch auf Nachhaltigkeit wird großer Wert gelegt. Im Weingut Guerila bei Ajdovščina produziert Martin Gruzovin seit 2010 bio-zertifizierte Weine: „Wir geben den Trauben die Zeit, die sie benötigen, um ihre Reife zu erreichen – ohne unnötige Filtrage“, betont der Winzer, dessen Weine seit diesem Jahr auch das „Demeter-Zertifikat“ des weltumspannendes Bioverbandes tragen dürfen.

Im Perla Casino & Hotel Resort von Nova Gorica wird im Restaurant Calypso auf 3-Hauben-Niveau gekocht (16,5 von 20 Gault Millau-Punkten). Ganz anders das Restaurant Pikol (3 Hauben, 15,5 Gault Millau Punkte) in einer rustikal anmutenden Blockhütte im Grünen etwas außerhalb von Nova Gorica: hier zaubert die Familie Gasparin Fischgerichte.

Der Karst, eine der reizvollsten Landschaften Sloweniens, wiederum ist Heimat des exzellenten, luftgetrockneten Schinkens Pršut, der hier in der Nähe des Ortes Štanjel bis zu drei Jahre in der Trockenkammer reift und so seinen milden Geschmack voller Tiefe entwickelt. Simo Komel macht nicht nur diesen herrlichen Schinken, in seinem Restaurant Kraljestvo Pršuta in Kobjeglava kocht er auch groß auf und entführt seine Gäste zu Gerichten nach Rezepten seiner Großeltern.

Die mehr als 500 Jahre alte Hiša Marica wiederum in den engen Gassen von Šmartno mitten in der Weinregion Brda begeistert ihre Gäste mit Brettljause, Krautsuppe (Jota) oder Topfenstrudel (Štrukli) und gefällt mit ihrem Ambiente aus niedrigen Decken, kleinen Fenstern und Natursteinwänden. Wer möchte, kann in einem der vier Zimmer auch gleich über Nacht bleiben – eine Anregung, die die TeilnehmerInnen der ÖVT Herbsttagung gerne an ihre KundInnen weitergeben. 

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